Große Heidelibelle
Sympetrum striolatum (Charpentier, 1840)
Die Große Heidelibelle ist vermutlich die häufigste Libelle Deutschlands im Spätsommer und Herbst. An sonnigen Oktobertagen kann man sie fast überall antreffen - auf Wegen, Zäunen, Gartenmöbeln und natürlich an Gewässern. Ihre Anpassungsfähigkeit und weite Verbreitung machen sie zu einer idealen "Einsteiger-Libelle" für alle, die sich mit der Libellenbestimmung vertraut machen wollen.
Kurzsteckbrief
| Größe | 35-44 mm Körperlänge |
|---|---|
| Flügelspannweite | 55-65 mm |
| Flugzeit | Juni bis November |
| Unterordnung | Großlibellen (Anisoptera) |
| Familie | Segellibellen (Libellulidae) |
| Gefährdung | Nicht gefährdet |
Erkennungsmerkmale
Männchen
Männchen sind orange-rot bis braunrot gefärbt - nicht so intensiv blutrot wie die Blutrote Heidelibelle. Wichtiges Merkmal: Die Beine sind gelb-schwarz gestreift (nicht komplett schwarz!). Die Thoraxseiten zeigen zwei helle Streifen. Die Stirn ist gelblich bis orange.
Weibchen
Weibchen sind gelblich-braun gefärbt. Auch sie haben gestreifte Beine. Mit zunehmendem Alter können sie rötlich werden.
Lebensraum
Die Große Heidelibelle besiedelt praktisch alle Stillgewässer: Teiche, Weiher, Seen, Tümpel, Gartenteiche und sogar Regenwasserbecken. Sie ist wenig wählerisch und daher so verbreitet.
Verhalten
Diese Art sonnt sich gerne auf warmen Flächen - auch fernab von Gewässern. Man findet sie auf Gartenwegen, Steinen, Holzstapeln und sogar auf Autodächern. Diese Gewohnheit macht sie leicht beobachtbar.
Beobachtungstipps
Im September und Oktober ist diese Art fast überall zu finden. Suchen Sie sonnige Plätze ab - nicht nur an Gewässern. Die gestreiften Beine sind das sicherste Unterscheidungsmerkmal zu anderen Heidelibellen.
Ähnliche Arten
Die Blutrote Heidelibelle hat komplett schwarze Beine. Die Gemeine Heidelibelle ist ähnlich, hat aber andere Thoraxzeichnung.
